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Hilfe für Psyche und Seele bei akuten Notfällen - Bürgermeister unterstützen DRK-Krisenintervention und Notfallseelsorge
Wenn Menschen von einem Schicksalsschlag getroffen werden, gerät das Leben aus den Fugen. Nach plötzlichen Todesfällen, schweren Verkehrsunfällen, Selbsttötungen oder anderen belastenden Ereignissen benötigen Betroffene häufig nicht nur praktische Hilfe, sondern meist auch emotionale Unterstützung und unmittelbare Begleitung. Hier setzt die „Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene“ (PSNV-B) an.
Diese Unterstützung ist im Odenwaldkreis unter den Bezeichnungen „Notfallseelsorge und Krisenintervention“ bekannt.
Seit 1999 besteht dieses Angebot. Damals verbanden sich das Evangelische Dekanat Odenwald und das Deutsche Rote Kreuz, um Menschen in Krisensituationen zu helfen.
Gemeinsam bilden sie die PSNV-B im Odenwaldkreis. Die Teams stehen Menschen in akuten Krisensituationen zur Seite, an jedem Tag des Jahres. Alarmiert werden sie in der Regel durch Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei.
Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer begleiten Angehörige, Hinterbliebene oder Ersthelfer in den ersten Stunden nach einem einschneidenden Erlebnis. Dabei geben sie Orientierung, vermitteln Sicherheit und helfen, die ersten Schritte in einer unübersichtlichen Situation zu bewältigen.
Diese Unterstützung schafft Raum für persönliche Gedanken, Gespräche und offene Fragen. Im Wesentlichen trägt deren Einsatz dazu bei, dass Menschen in einer Ausnahmesituation nicht alleine bleiben.
Um diese Aufgabe in Zukunft erfüllen zu können, suchen Krisenintervention und Notfallseelsorge Menschen, die bereit sind, sich ehrenamtlich in der PSNV-B zu engagieren. Erwünscht sind Personen mit Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Auch die Bereitschaft, die Lebenswelt anderer zu respektieren und diese Betroffenen im Einsatz einfühlsam zu begleiten, bilden die Grundlagen, um als Teamer zu arbeiten.
Während einer bundesweit einheitlichen Grundausbildung werden Lerninhalte aus den Bereichen der Psychologie, Psychotraumatologie, Krisenintervention, Gesprächsführung, Sterben und Trauer, Selbstfürsorge, rechtliche Grundlagen sowie praktische Übungen zur psychosozialen Akuthilfe vermittelt.
Rückhalt erhält dieses besondere Ehrenamt im Odenwaldkreis auch aus den Städten und Gemeinden. So haben kürzlich die Bürgermeisterin von Breuberg Deirdre Heckler und die Bürgermeister von Höchst, Jens Fröhlich sowie Tassilo Schindler aus Lützelbach und Frank Hofferbert aus Bad König die Arbeit der Krisenintervention und Notfallseelsorge im Rahmen von Vernetzungsgesprächen ausdrücklich anerkannt.
Sie würdigen das Engagement der Teams als unverzichtbaren Bestandteil der lokalen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen sowie als wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit verbunden werben sie gemeinsam für die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher.
Informationen zu Ausbildung, Voraussetzungen und Einsatzmöglichkeiten sind direkt erhältlich bei:
Gernot Niemeier, Koordinator Krisenintervention DRK 06062 607-631 oder gernot.niemeier@drk-odenwaldkreis.de und Brigitte Rodenhausen, Koordinatorin Notfallseelsorge ev. Kirche 0160 96773418 oder brigitte.rodenhausen@ekhn.de

Bild: Die Bürgermeister Frank Hofferbert und Jens Fröhlich (von links) unterstützen und wertschätzen die Arbeit der Krisenintervention des Roten Kreuzes und der Notfallseelsorge. Ebenso tun dies (von rechts) Tassilo Schindler und Deirdre Heckler. Vom Leitungsteam waren beim Fototermin vor Ort: Gernot Niemeier für das Rote Kreuz sowie Brigitte Rodenhausen von der evangelischen Kirche (Mitte links) und Karina Glabisch als Vertreterin des Teams. (Foto: DRK)
